Weihnachtsgedichte

Mit einem schönen Weihnachtsgedicht kann man sich in die richtige vorweihnachtliche Stimmung versetzen oder ein besinnliches Weihnachten wie es früher war gestalten.
Als Extra-Service zu unseren Promi-Glückwünschen haben wir ein paar schöne Weihnachtsgedichte zusammengestellt:

Liebe Anita, lieber Herbert,
wir wünschen Euch ein frohes Weihnachtsfest,
ein paar Tage Gemütlichkeit mit viel Zeit zum Ausruh´n und Genießen, zum Kräfte sammeln für ein neues Jahr.
Ein Jahr ohne Seelenschmerzen und ohne Kopfweh,
ein Jahr ohne Sorgen,
mit so viel Erfolg, wie man braucht, um zufrieden zu sein, und nur so viel Stress, wie Ihr vertragt, um gesund zu bleiben,
mit so wenig Ärger wie möglich und so viel Freude wie nötig, um 365 Tage lang rundum glücklich zu sein.
Diesen Weihnachtsbaum der guten Wünsche überreichen Euch mit vielen herzlichen Grüßen
Vati und Mutti





Liebe Nachbarn,
Wir wünschen euch in diesem Jahr,
mal Weihnacht‘ wie es früher war.
Kein Hetzen zur Bescherung hin,
kein Schenken ohne Herz und Sinn.
Wir wünschen euch eine stille Nacht,
frostklirrend und mit weißer Pracht.
Wir wünschen euch ein kleines Stück ,
von warmer Menschlichkeit zurück.
Wir wünschen euch in diesem Jahr,
’ne Weihnacht , wie als Kind sie war.
Es war einmal, schon lang ist’s her,
da war so wenig so viel mehr.


„Oh schöne, herrliche Weihnachtszeit“
(Heinrich Hoffmann von Fallersleben)

Oh schöne, herrliche Weihnachtszeit,
was bringst du Lust und Fröhlichkeit !
Wenn der heilige Christ in jedem Haus,
teilt seine lieben Gaben aus.
Und ist das Häuschen noch so klein,
so kommt der heilige Christ hinein,
und alle sind ihm lieb wie die Seinen,
die Armen und Reichen, die Großen und Kleinen.
Der heilige Christ an alle denkt,
ein jedes wird von ihm beschenkt.
Drum lasst und freu´n und dankbar sein!
Er denkt auch unser, mein und dein.


„Weihnacht“ (Theodor Storm)

Vom Himmel in die tiefsten Klüfte,
Ein milder Stern herniederlacht;
Vom Tannenwalde steigen Düfte,
Und hauchen durch die Winterlüfte,
Und kerzenhelle wird die Nacht.

Mir ist das Herz so froh erschrocken,
Das ist die liebe Weihnachtszeit !
Ich höre fernher Kirchenglocken,
Mich lieblich heimatlich verlocken,
In märchenstille Herrlichkeit.

Ein frommer Zauber hält mich wieder.
Anbetend, staunend muss ich stehn;
Es sinkt auf meine Augenlieder,
Ein goldner Kindertraum hernieder,
Ich fühl´s: Ein Wunder ist geschehen.


„Weihnachten“
(Joseph von Eichendorff,1788 – 1857)

Markt und Straßen stehn verlassen,
Still erleuchtet jedes Haus,
Sinnend geh ich durch die Gassen,
Alles sieht so festlich aus.

An den Fenstern haben Frauen,
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
Tausend Kindlein stehn und schauen,
Sind so wunderstill beglückt.

Und ich wandre aus den Mauern,
Bis hinaus ins freie Feld,
Hehres Glänzen, heilges Schauern!
Wie so weit und still die Welt !

Sterne hoch die Kreise schlingen,
Aus des Schnees Einsamkeit,
Steigts wie wunderbares Singen –
Oh du gnadenreiche Zeit!


„Vom Schenken“
(Joachim Ringelnatz)

Schenke groß oder klein,
aber immer gediegen.
Wenn die Bedachten die Gabe wiegen,
sei dein Gewissen rein.

Schenke herzlich und frei.
Schenke dabei was in dir wohnt,
An Meinung, Geschmack und Humor,
so dass die eigene Freude zuvor,
dich reichlich belohnt.

Schenke mit Geist ohne List.
Sei eingedenk, dass dein Geschenk –
Du selber bist.





„Advent“ (Rainer Maria Rilke)

Es treibt der Wind im Winterwalde,
Die Flockenherde wie ein Hirt,
Und manche Tanne ahnt, wie balde,
Sie fromm und lichterheilig wird,
Und lauscht hinaus. Den weißen Wegen,
Streckt sie die Zweige hin – bereit,
Und wehrt dem Wind und wächst entgegen,
Der einen Nacht der Herrlichkeit.


„Christkindchen“ (alter Kindervers)

Christkindchen, ich will artig sein,
bescher mir was in mein Schüsselein,
Äpfel, Nüsse, eins, zwei, drei,
und ein Püppchen auch dabei.

Christkindchen, komm in unser Haus,
leer deine große Tasche aus,
stell dein´ Schimmel untern Tisch,
dass er Heu und Hafer frisst.

Heu und Hafer frisst er nicht – Zuckerbrezel kriegt er nicht.

Ei du lieber, heil´ger Christ !
Komm nur nicht, wenn’s finster ist,
komm im hellen Mondenschein,
wirf mir Nüss´ und Äpfel rein.


„Stille Nacht“

Einmal im Jahr ist stille Nacht,
sogar Kanonen schweigen,
an die Geburt wird dann gedacht,
wolln uns vorm Kind verneigen.

Doch diese Stille währt nicht lang,
die Vorsätze sind schnell vergessen,
da nützt kein schöner Baumbehang,
und auch kein festlich Essen.

Denn kaum ist diese Nacht vorbei,
gehofft, dass sie uns Frieden brächte,
beginnt die nächste Balgerei,
es folgen wieder laute Nächte.